Das Baltikum ist durch die zunehmende Konfrontation zwischen der NATO und Russland eine Region, in der die Gefahr eines militärischen Konfliktesbesonders hoch ist.

Während vor allem die baltischen Staaten und Polen seit Ausbruch der Ukraine-Krise Russland als potentiellen Aggressor sehen, der das Baltikum überrollen könnte, ist man in Moskau über die wortbrüchige Ostausdehnung der NATO und die damit verbundene Veränderung des militärischen Kräfteverhältnisses in der Region besorgt.

Das Ergebnis ist eine Wiederkehr des Misstrauens und der Abschreckungs-logik des Kalten Krieges.

 

 

2018

283 Seiten

140 Fotos und Karten

ISBN: 978-3-00-059845-6

19,20 Euro


Durch den Ende Februar 2014 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit westlicher Unterstützung inszenierten Staatsstreich wurde schlagartig die strategische Situation in der Schwarzmeerregion instabil. Die intensiven Bemühungen der neuen ukrainischen Entscheidungsträger um eine möglichst schnelle Integration ihres Landes in die EU und die NATO führten zwangsläufig zu einer politischen Neubewertung der Sicherheitslage durch die Moskauer Führung. Vor diesem Hintergrund begann eine verdeckte russische Militäroperation, die sicherstellte, dass der Einflussbereich der NATO nicht auf die Krim ausgedehnt werden konnte. Auch die Begehrlichkeiten westlicher Energiekonzerne hinsichtlich der Ausbeutung diverser lukrativer Rohstoffvorkommen im Festlandschelf der Halbinsel mussten suspendiert werden, was im Westen für anhaltende Verärgerung sorgt.

Derweil realisiert Russland ein ambitioniertes Infrastrukturprogramm, das die Krim nicht nur wirtschaftlich sanieren, sondern aus der Halbinsel ein attraktives Schaufenster russischer Leistungsfähigkeit und Lebensweise machen soll. Die Reintegration der Krim in den Verbund des russichen Staates weist damit strategisch weit über die Sicherung eines für Moskau akzeptablen militärischen Status Quo hinaus. 

 

2017

237 Seiten

ISBN 9783000571534

16,95 Euro


 

Der brutale Krieg in Syrien wütet nun schon fünf Jahre. Was als Bürgerkrieg begann, hat sich mittlerweile zu einem klassischen Stellvertreterkrieg entwickelt. Auf syrischem Boden tragen unterschiedliche externe Akteure ihre geostrategischen Interessenkonflikte aus. Saudi-Arabien und Katar, die Türkei und der sogenannte Islamische Staat, der Iran, die libanesischen Hisbollah-Milizen, die Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich sind ebenso wie Syriens langjährige Schutzmacht Russland militärisch in den Konflikt involviert. Was von außen wie eine unübersichtliche Ansammlung sich überlagernder politischer und religiöser Widersprüche aussieht, erweist sich bei genauerer Betrachtung als Verschleierung langfristig angelegter, ökonomisch untersetzter geopolitischer Strategien. Der Krieg in Syrien ist daher im Kern mehr als die Auseinandersetzung zwischen dem syrischen Staat und einer von außen unterstützten bewaffneten Opposition. Es ist vielmehr ein Krieg, in dem es auch um die zukünftige Weltordnung geht.

 

2016

334 Seiten

ISBN 9783000540806

19,20 Euro


 

Etwa 30 Prozent der globalen Erdgas- und 13 Prozent der Erdölreserven

werden in der Arktisregion vermutet. Vor allem im Festlandschelf rechnen Experten außerdem mit Vorkommen an Gold, Silber, Nickel, Chrom, Titanium, Wolfram, Kohle und Diamanten. Und durch die fortschreitende Klimaerwärmung sowie durch die langfristige Ressourcenverknappung bestehen erstmals in der Geschichte betriebswirtschaftlich attraktive Fördermöglichkeiten. Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika, Norwegen, Dänemark und Kanada pochen auf ihr Recht auf Ausbeutung der Ressourcen innerhalb ihrer jeweiligen 200-Meilen-Zone. Die wirtschaftlichen Ansprüche der verschiedenen Akteure werden zunehmend durch militärische Programme flankiert, wobei Russland schneller und konsequenter als andere Arktis-Anrainer auf die Veränderung der Interessen- und Sicherheitslage in der Region reagiert hat. Die Arktis wird damit zum militärischen Aufmarschgebiet und unter Umständen zum Kriegsschauplatz.

 

2015

245 Seiten

ISBN 9783000509704

16,95 Euro


 

Die Ukraine ist zum Spielball widerstreitender machtpolitischer Interessen geworden. Hintergrund des Bürgerkrieges ist vor allem die zunehmende geopolitische Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland. Durch die Einbindung der Ukraine in die EU und die NATO soll die wirtschaftliche und politische und Konsolidierung Russlands erschwert werden. Die Führung in Moskau hingegen will angesichts der zunehmend instabilen internationalen Lage die politische und militärische Handlungsfähigkeit ihres Landes sichern. Es geht um günstige strategische Ausgangspositionen in zukünftigen globalen Auseinandersetzungen. Der Ukrainekonflikt könnte Vorbote zukünftiger Kriege sein, auf die sich die verschiedenen Machtzentren der Welt derzeit militärisch vorbereiten.

 

2015

269 Seiten

ISBN 9783000484322

16,95 Euro


 

Drohnen, Kampfroboter, Laser- und Weltraumwaffen werden die Kriege der Zukunft dramatisch verändern. Und diese Zukunft hat bereits begonnen. Was jedoch Politiker und Militärs den Steuerzahlern als notwendige Modernisierung zum Erhalt militärischen Abschreckungspotentials verkaufen möchten, macht die Welt unsicherer. Die neuen Waffensysteme bewirken politisch eine Absenkung der Schwelle für die Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen. Die Souveränität von Staaten wird bei Bedarf ignoriert.

Ethische Aspekte des Einsatzes solcher Waffen werden ausgeblendet

und Menschenrechte systematisch verletzt. Mittels intelligenter Waffen sind verdeckte Kriege schon im Frieden möglich. Politische Kontrollmechanismen für den Einsatz militärischer Gewalt versagen zunehmend. Und das oft bemühte Argument, man könne mittels dieser innovativen Waffen zivile Opfer vermeiden und sogenannte saubere Kriege führen, erweist sich als Mogelpackung. Das Ergebnis ist eine neue

Stufe der Entgrenzung des Krieges.

 

2014

320 Seiten

ISBN 9783000452017

19,20 Euro


 

Nach Jahren der außenpolitischen Marginalisierung und der inneren

Instabilität meldet sich Russland als machtbewusster Akteur auf der globalen politischen Bühne zurück. In Reaktion auf die Ostausdehnung der NATO und den massiven Einsatz militärischer Machtmittel durch die USA setzt das Land wieder auf eine Politik der Stärke und Abschreckung. Russlands Führungselite betreibt forciert eine Konsolidierung der Machtbasis des Staates, um die Einflussmöglichkeiten und geopolitischen Handlungsoptionen der USA und der NATO begrenzen zu können. Kern dieser Bemühungen sind eine ambitionierte Militärreform, die Modernisierung der Rüstungsindustrie, die Profilierung als potente Schutz- und Ordnungsmacht im GUS-Raum und die Schaffung neuer wirtschaftsund militärpolitischer Allianzen. Dieses Buch beschreibt die

Auswirkungen der neuen strategischen Orientierung Russlands auf die

Stützpunktpolitik, die Rüstungsindustrie und die Modernisierung

der Streitkräfte.

 

2013

337 Seiten

ISBN 9783000431753

19,20 Euro


 

Die offizielle Geschichtsschreibung der Bundesrepublik feiert die

formale Übernahme der Nationalen Volksarmee der DDR durch die

Bundeswehr als Erfolgsgeschichte der Einheit. Bilder und Fernsehberichte

aus der damaligen Zeit scheinen diese Version zu bestätigen. Ehemalige NVA-Soldaten zogen am 3. Oktober des Jahres 1990 die Uniform des vormaligen Klassenfeindes an und unterstanden nun der Befehls- und Kommandogewalt des Bundesministers der Verteidigung. Anfang 1995 dienten nur noch 10.800 ehemalige NVA-Soldaten in der Bundeswehr und in der Bundeswehrverwaltung – zumeist mit deutlich niedrigeren Dienstgraden und durchweg in subalternen Dienststellungen. Die Übernahme der NVA durch die Bundeswehr vollzog sich als verdeckte Auflösung. Damit setzte das Bundesministerium der Verteidigung politische Vorstellungen um, die in Grundzügen bereits im Frühjahr 1990 entwickelt worden waren und denen die Militärführung der DDR kaum etwas entgegenzusetzen vermochte. In diesem Buch werden nicht nur die damaligen außen- und militärpolitischen Vorgänge beschrieben, sondern es kommen auch ehemalige Offiziere der NVA zu Wort, die den Prozess der

sukzessiven Zerstörung und schließlich bürokratisch vollzogenen Abwicklung der DDR-Streitkräfte erlebt haben. Und es erweist sich: Manche der in den vergangenen zwanzig Jahren sorgsam gepflegten politischen Legenden halten einer sachlichen Überprüfung nicht stand.

                                                                                                                                      

                                                                                                                                       2013

                                                                                                                                       300 Seiten

                                                                                                                                       ISBN 9783000417344

                                                                                                                                      16,95 Euro